Eigenen Stil finden: Einfache Tipps für Zwischendurch

Den “Bad Hair Day” kennen wir vermutlich alle, aber hattest du auch schon einen “Bad Wardrobe Day”? Warst einfach mit nichts zufrieden, was du im Schrank hast, und hattest keine Ahnung, was du anziehen sollst? Hier findest du einfache Tipps, mit denen du deinen eigenen Stil finden oder zu ihm zurückfinden kannst, wenn mal “Kleiderschrankflaute herrscht”.

Eigenen Stil finden: Kurz und knackig

Die meisten Tipps in diesem Artikel sind einfache Aufgaben, die du locker innerhalb von 10-15 Minuten erledigen kannst. Mit Hilfe dieser Aufgaben kannst du deinen eigenen Stil finden – oder zu ihm zurückfinden – indem du mit deiner Garderobe kreativ wirst und dabei mehr über deinen persönlichen Stil nachdenkst.

Finde neue Inspiration

Wenn du deinen eigenen Stil finden willst, eignen sich Pinterest und Modeblogger ganz wunderbar für neue Outfit-Inspiration. Erwischst du dich auch oft dabei, deine Pinterest-Boards mit Outfits zu füllen, die dir zwar optisch gut gefallen, aber einfach nicht praktisch genug für dein tägliches Leben sind? Egal ob es an den heißgeliebten High-Heels oder den unterschiedlichen Wetterbedingungen liegt – High-Fashion-Bilder spiegeln nicht immer die beste Option für dich wieder.

Outfits für den Alltag

Das soll nicht heißen, dass du diese Bilder nie wieder ansehen oder als Inspiration nutzen solltest, nein. Zu Abwechslung solltest du es dir jetzt zur Aufgabe machen, mindestens 10 Outfits zu finden, die du tatsächlich auch genau wie abgebildet (und zwar mit allen Teilen!) tragen würdest.

Kleiner Tipp

Wenn du in Zukunft wieder auf der Suche nach Inspiration bist, dann pinne die Bilder nicht einfach kommentarlos, sondern schreibe dazu, was dir besonders gefällt. Sind es die schönen Schuhe, der Oversize-Pulli oder der tolle Mantel? Was hat deine Aufmerksamkeit erregt, was würdest du davon selbst gerne tragen?

Versetze dich in eine andere Welt

Denk mal an all die Zeichentrickserien, die du so kennst. Was haben die Figur gemeinsam? Genau, sie tragen meist nur ein einziges Outfit. Stell dir vor, du wärst eine Zeichentrickfigur: Was wäre DEIN Outfit? Denke dabei nicht nur an Kleidung und Schuhe, sondern auch an Accessoires, Haare und Make-Up.

Schreibe dein Stilkonzept

Keine Frage, visuelle Inspiration ist äußerst hilfreich. Wenn du dir jetzt aber schriftlich eine Liste über deine Vorlieben anlegst, dann zwingt dich das dazu, in einer ganz anderen Weise über die Details nachzudenken. Denke dabei nicht nur an grobe Beschreibungen wie “Rollkragenpullover”, sondern beachte vor allem die Einzelheiten wie zum Beispiel Farben, Formen, Muster, Texturen und bestimmte Kombinationen. Grenze diese Liste dann auf 15 Elemente ein, die dir besonders wichtig erscheinen. Wähle daraus dann drei Stück, die so in deiner Garderobe noch nicht vertreten sind, und überlege, wie du sie integrieren könntest.

Beschreibe, wie sich dein Stil entwickelt hat

Überlege doch mal, wie sich dein Stil über die Jahre entwickelt hat. Beginne bei deiner Kindheit, denke dann an deine Teeniezeit und wo du dich heute siehst. Was wolltest du damals unbedingt zur Schule anziehen? Warum? Was fanden deine Eltern total toll, du aber so gar nicht? Gab es etwas, das du immer gerne gehabt hättest? Auf diese Weise kannst du herausfinden, woran dein Herz schon immer gehangen hat und eventuell findest du auch einige Kleidungsstücke, die du deiner “Nicht mein Style”-Liste hinzufügen kannst.

Konzentriere dich auf das Wesentliche

Fang mal bei Null an und stell dir vor, deine gesamte Kleidung wäre bei einem Brand verloren gegangen: Welche 20 Kleidungsstücke würdest du jetzt kaufen?

Worin fühlst du dich wohl?

Denke an deine Kleidung und überlege, worin du dich ganz besonders wohlfühlst. Lasse dabei aber das Design vorerst außen vor und konzentriere dich auf die Stoffe, Texturen und wie sich ein Kleidungsstück auf deiner Haut anfühlt. Kannst du eine Präferenz erkennen? Magst du dicke, wenig dehnbare Stoffe lieber als dünnes Jersey? Was fühlt sich am besten an? Notiere dir, worin du dich wohlfühlst und welche Stoffe du angenehm findest – sortiere diese Eigenschaften anschließend noch in Kategorien wie “kaltes Wetter” und “warmes Wetter”.

Kurze Ausmist-Session

Wenn du jetzt gerade nicht genug Zeit hast, deinen Kleiderschrank ausgiebig auszusortieren, dann starte doch mit einer kurzen Ausmist-Session. Anstatt gleich alles zu durchforsten, wählst du innerhalb von 5 Minuten nur jeweils ein Teil zum Verschenken, ein Teil zum Ersetzen und ein Teil zu Weitergeben oder Spenden aus.

Erstelle dir eine Farbpalette

Welche Farben bevorzugst du? Unsere Lieblingsfarben beeinflussen nicht nur die Kleidung, die wir tragen. Sieh dich mal in deiner Wohnung um: Welche Farben finden sich immer wieder? Wenn du dabei ein Muster erkennen kannst, dann erstelle dir ein kleines Farbschema. Nutze was du willst – Photoshop, Buntstifte, Papierfetzen oder Verpackungsreste. Deckt sich das Ergebnis mit dem Inhalt deines Kleiderschranks, passt es gut dazu?

Berücksichtige deinen Lifestyle

Wie ich schon in meiner “Anleitung für eine Capsule Wardrobe” erwähnt habe, sollte deine Kleidung zu deinem Lifestyle passen. Ändert sich bei dir etwas – wie etwa ein neuer Job mit Dresscode oder ein neues Hobby – dann solltest du deine Planung noch einmal überdenken. Nimm dir gerne das leere Tortendiagramm aus meinem Artikel als Vorlage und fülle es mit allem, mit dem du deine Zeit verbringst. Ist deine Garderobe vielseitig genug? Braucht ein bestimmter Bereich etwas Zuwendung? Könntest du in einem anderen Bereich dafür ausmisten?

Kleine Challenge mit Accessoires

Nimm dir ein einfaches Outfit vor, zum Beispiel blaue Jeans und ein weißes T-Shirt, und fordere dich selbst heraus: Kreiere mit diesem simplen Outfit 5 komplett unterschiedliche Looks, indem du nur mit Accessoires, Make-Up oder verschiedenen Frisuren arbeitest.

20×20 Challenge

Falls es eine kleine Challenge sein darf, dann wähle 20 Kleidungsstücke (inklusive Schuhe) aus und versuche, daraus 20 verschiedene Outfits zu basteln. Diese kannst du dann mit Accessoires noch weiter verfeinern. Dabei kommt es besonders darauf an, dass du Stücke in passenden Farben und Stilen auswählst. Du kannst dir auch verschiedene Gelegenheiten, wie zum Beispiel “Datenight” oder “Weihnachtsfeier bei der Familie” vorstellen und darauf zugeschnittene Outfits zusammenstellen. Wenn du etwas besonders magst, dann halte es doch auf Bildern fest und nutze das als Grundlage für spätere Anlässe.

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